die Hertener Kantorei  

1990 wurde die Kantorei der Erlöserkirche als Konzertchor und kirchlicher Chor mit einem Stamm von etwa 40 Sängerinnen und Sängern der eben berufenen Kantorin Elke Stockmeier (heute: Cernysev) gegründet.

Vom Zeitpunkt der Gründung an widmete sich die Kantorei anspruchsvoller Oratorien- und Kantatenliteratur aus allen Epochen und der a-cappella-Musik.
Seit 1994 besteht die Möglichkeit, sich auch projektweise an den Aufführungen der Hertener Kantorei zu beteiligen. Erfahrenen Sängerinnen und Sängern wird hier die Möglichkeit gegeben, auch ohne wöchentliche Anbindung an einen Chor große Oratorienaufführungen mitzusingen. Seit dieser Zeit führt der Chor den Namen Hertener Kantorei.

Bei ihren Konzerten wird die Hertener Kantorei stets von professionellen Orchestermusikern und hochkarätigen Solisten unterstützt.

 




WAZ vom 16. Dezember 2002 von Beatrice Dafft
 
 
Tief berührende Bilder von Jubel und Zuversicht
Minutenlanger Applaus belohnt Hertener Kantorei für eine mitreißende Aufführung von Bachs Weihnachtsoratorium.
Freude herrschte vor, doch Besinnlichkeit durfte nicht fehlen. Bachs Weihnachtsoratorium (Kantaten I – III), gestern sorgfältig dargeboten von der Hertener Kantorei, eignete sich vorzüglich zur Einstimmung auf die bevorstehenden Feiertage.
 
Mit festlichem Glanz eröffnete die Hertener Kantorei gestern Abend die erste Kantate: „Jauchzet, frohlocket!“ Der wohl bekannteste Chorsatz Bachs, freudig-bewegend intoniert. Auch die folgenden Sätze wurden von der großen Sängerschar, die den gesamten Chorraum in der Erlöserkirche ausfüllte, transparent und präzise vorgestellt.
   
Dabei waren die Leistungsbereitschaft der einzelnen Chormitglieder und die hervorragende Arbeit ihrer Leiterin Elke Cernysev deutlich erkennbar. Gleichermaßen engagiert wirkten das Musiker-Ensemble (Mitglieder der Dortmunder Philharmoniker und Wolfgang Stockmeier am Orgelpositiv) sowie das Solistenquartett.
 

Heike Hallaschka, Sopran, Jutta Clemens, Alt, Eckart Habicht, Tenor, und Stefan Adam, Bass, beeindruckten durch stilistisches Einfühlungsvermögen und die Vielfalt ihrer Klangeindrücke. Vor allem Eckart Habicht, der kurzfristig für den erkrankten Tenor einspringen musste, gefiel in der Rolle des Evangelisten: Mit wohlklingender Stimme ließ er die frohe Botschaft lebendig werden. Stimmungsvoll und beifallstreibend erklang nach anderthalb erlebnisreichen Stunden der Schlusschor. Für alle Anwesenden dürfte es ein begeisterndes Konzert gewesen sein.
Messias-Aufführung 1999